Pressespiegel

- Spielfreunde im Rampenlicht




Theater kennt keine Grenzen

erschienen am 28.02.2018

Der neue Stollberger Theaterverein Spielfreu(n)de hat wenige Wochen nach Gründung seine erste Reise ins Ausland angetreten. Sechs Kinder und Jugendliche trafen in Prag auf zwölf Kinder der Theatergruppe der Grund-Kunst-Schule. Der Theaterworkshop, der von den beiden Theaterpädagogen der Spielfreu(n)de, Michael Ö. Arnold und Nora Jahn, sowie ihren tschechischen Kollegen geleitet, stellte die Kinder unter anderem vor die Aufgabe, pantomimisch die Besonderheiten ihrer jeweiligen Heimat darzustellen. Organisiert wurde dieses Treffen über den Bund Deutscher Amateurtheater. Ein Gegenbesuch in Stollberg ist bereits vereinbart, wann dieser stattfinden soll, steht aber noch nicht fest. (kan)

 

 

Quelle Bild: Spielfreunde e.V.

Quelle Text: https://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Theater-kennt-keine-Grenzen-artikel10143736.php [Stand: 03.03.2018]


Spielfreu(n)de - Neue Theatergruppe wächst weiter

erschienen am 18.01.2018

Stollberg. Der neue Stollberger Theaterverein "Spielfreu(n)de" hat weitere Mitglieder gewonnen. Laut dem zweiten Vorsitzenden, Marcel Colditz, haben mehr als 70 Kinder, Mütter und Väter am ersten Elternabend teilgenommen. Einige hätten ihre Mitgliedsanträge direkt vor Ort ausgefüllt und beispielsweise angeboten, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Gastkinder bei Theatertreffen aufzunehmen. "Die Anzahl hat dabei die vom Vorstand getroffenen Erwartungen bestätigt", sagte Colditz, der Anfang des Jahres über die Neugründung informiert hatte. Damals sprach er von mehr als 60 Anfragen, die den Verein erreicht hatten. Der Theaterpädagoge Michael Ö. Arnold leitet die Gruppe nun als erster Vorsitzender. Ende des vergangenen Jahres hatte er das Theaterpädagogische Zentrum (TPZ) und damit das Burattino- Ensemble verlassen. Warum, blieb unklar. (pc)

Quelle: https://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Spielfreu-n-de-Neue-Theatergruppe-waechst-weiter-artikel10106044.php [Stand: 03.03.2018]


Zum Wochenende : Bühne frei

Von Björn Josten
erschienen am 06.01.2018

Stollberg mausert sich zunehmend zu einem facettenreichen Theaterstandort. Das ist eine gute Nachricht und ein echter Standortfaktor. Die Grundausstattung ist gut; eine breite Angebotspalette ist umso besser. Dass Michael Ö. Arnold nach seinem Burattino-Ausstieg nun mit einer neuen Gruppe die Stollberger Bühne betritt - und nicht die Flucht in einen Nachbarort antritt - ist ein Glücksfall. Er wird seinen Weg gehen. Alles andere wäre eine Überraschung.

Das Theaterpädagogische Zentrum (TPZ) mit dem Kinder- und Jugendensemble Burattino muss das nicht anfechten. Es ist das überregional angesehene Flaggschiff der Szene, das nun näher an das Eduard-Winterstein-Theater rücken soll. Wenn sich die Leitung auf das Know-how und die Möglichkeiten der Annaberger Theaterprofis einlässt, kann das TPZ nur profitieren.

Neben zahlreichen Hobby- und Schultheatergruppen hat sich zuletzt die Gruppe The(a)lternativ, eine Erwachsenengruppe aus ehemaligen Burattino-Darstellern, in den Vordergrund gespielt. Sie füllte mit dem aktuellen Stück "Der Menschenfeind 2.0" mehrfach den Saal des Bürgergartens und schaffte es Ende 2017 unter die Top 3 beim Sächsischen Amateurtheater-Preis.

Das Manko des Theaterstandortes Stollberg soll zudem bald aus der Welt geräumt werden: Wie eine adäquate Spielstätte geschaffen werden kann, will die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis bis Ende des Monats bekannt geben.

Zuletzt gab es viel Theater ums Theater. Künftig müssen die Intrigen wieder auf der Bühne gespielt und nicht hinter den Kulissen gesponnen werden. Dann hat Stollberg das Zeug zu einem attraktiven Theaterstandort.

 

https://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Zum-Wochenende-Buehne-frei-artikel10096059.php [Stand: 03.03.2018]


"Ganz allgemein dürfte allerdings jeder Wettbewerb das Geschäft beleben"

Neuer Verein, bekannte Köpfe - wie sieht Oberbürgermeister Marcel Schmidt, der ein neues Theater in Schloss Hoheneck plant, die Situation?

Freie Presse: Wie schätzen Sie die Gründung des neuen Vereins ein?

Marcel Schmidt: Dazu kann ich nichts sagen, da ich weder den Verein, noch seinen Zweck und auch die Beteiligten nicht kenne.

Welche Auswirkungen prognostizieren Sie auf das Burattino-Ensemble?

Auch dazu kann ich nicht viel sagen. Ganz allgemein dürfte allerdings jeder Wettbewerb das Geschäft beleben.

Befürchten Sie negative Auswirkungen wegen des temporär ausgesetzten Nachwuchses beim Burattino?

Das glaube ich nicht, im Gegenteil halte ich es perspektivisch für sinnvoll, dass das der Betrieb des TPZ eine gewisse Zäsur durchläuft, um sich insgesamt langfristig auf neue Schwerpunkte auszurichten - in der neuen Spielstätte wird es mehr Möglichkeiten geben als bisher.

Was bedeutet das für eine mögliche Übernahme des Burattinos vom Landkreis?

Damit würden wir uns gern erst intensiver beschäftigen, wenn diese Option auch greifbar werden sollte.

Der neue Verein erwägt eine Kooperation mit dem TPZ - wie könnte die Ihrer Meinung nach aussehen?

Dazu kann ich ebenfalls nichts sagen, weil mir schon die Art und Weise der geplanten Kooperation nicht bekannt ist.

Unter welchen Voraussetzungen könnte der neue Verein auch das neue Theater in Schloss Hoheneck nutzen?

Wir sind nach derzeitigem Erkenntnisstand Bauherr der Spielstätte und der Landkreis wird der Betreiber sein. Insofern kann ich diese Frage gar nicht beantworten. (bjost)

Quelle Bild: Jens Uhlig für Freie Presse

Quelle Text: https://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Nach-Burattino-Ausstieg-Ex-Regisseur-wagt-Neustart-artikel10094621-2.php [ Stand: 03.03.2018 ]


Nach Burattino-Ausstieg: Ex-Regisseur wagt Neustart

Der Theaterpädagoge Michael Ö. Arnold gründet einen neuen Verein für Jugendliche. Was heißt das für die Konkurrenz?

Von Christoph Pengel
erschienen am 05.01.2018

Stollberg. Lange wurde nur gemunkelt, nun ist es offiziell: Der Theaterpädagoge Michael Ö. Arnold gründet in Stollberg einen neuen Verein für Kinder und Jugendliche. Das sagte Marcel Colditz, der zweite Vorsitzende und Pressesprecher der Gruppe, die sich "Spielfreu(n)de" nennt. Schon ab Februar könnten erste Proben in der Mitteldorfer Lindenklause stattfinden.

An Arnolds Seite steht Nora Jahn als Spielbetriebsleiterin, Anne Trommer übernimmt den Posten der Schatzmeisterin, und Sophie Müller wird die Protokolle des Vereins führen. Die vier bilden den Vorstand, zusammen mit Colditz. Der spricht von mehr als 60 Mitgliedschaftsanfragen, die den Verein bereits erreicht haben - darunter 20 bis 30 Kinder, die als Schauspieler mitmachen wollen. Zudem hätten sich auch Erwachsene gemeldet, die den Verein finanziell oder durch Mitarbeit unterstützen möchten.

Ein Erdbeben ist die Neugründung nicht, dafür war die Entwicklung zu absehbar. Aber auf lange Sicht könnten sich die Verhältnisse in der Stollberger Theaterlandschaft deutlich verschieben. Denn Arnold war bis Ende 2017 beim renommierten Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) tätig. Zwar blieb offen, ob und wie viele der Anfragen aus dem Ensemble des Burattino stammen. Doch wenn jetzt einige TPZ-Mitglieder ins Spielfreu(n)de-Lager überlaufen, dürfte das kaum verwundern: Arnold ist bei den Kindern sehr beliebt, er galt als kreative Leitfigur der Einrichtung. Seit 1992 hat er mehr als 30 Stücke inszeniert.

Zugleich betont Colditz, dass sich die Spielfreu(n)de nicht als Konkurrenten des TPZ oder der Erwachsenen-Gruppe "Thea(l)ternativ" sehen. "Ganz im Gegenteil. Wir wüschen uns sogar eine Kooperation mit den Theaterenthusiasten in Stollberg. Gerade mit Thea(l)ternativ verbindet uns jetzt schon eine enge Freundschaft", hieß es. Vom theaterpädagogischen Austausch bis hin zu gemeinsamen Produktionen sei vieles denkbar. Ob eine Zusammenarbeit auch für die Verantwortlichen des TPZ infrage kommt, ist jedoch nicht bekannt. Die Leiterin der Einrichtung, Annekathrin Rottstädt-Hänel, wollte die Neugründung des Vereins gestern nicht kommentieren. Auch der Landkreis, Betreiber des TPZ, bezog keine Stellung - Begründung: Der Behörde lägen keine Informationen über das Konzept der "Spielfreu(n)de" vor.

Warum Arnold das TPZ verlassen hat, um nun ein neues Projekt zu starten - darüber wurde zuletzt viel spekuliert. Schließlich verzichtet er dabei auf die Ressourcen und auch das Ansehen, das sich die Einrichtung in den vergangenen Jahren erarbeitet hat. Auf die Frage, ob es Streit hinter den Kulissen gab, wollte Colditz nicht eingehen. Der offizielle Grund für den Neustart lautet: "Die Nachfrage am Schauspiel als Freizeitgestaltung wächst." Tatsächlich standen etliche Kinder und Jugendliche auf der Warteliste des Burattino. Das TPZ, derzeit im Dürer-Haus angesiedelt, wird erst neue Kinder aufnehmen, sobald es ins Schloss Hoheneck einzieht - voraussichtlich 2019. Der neue Verein soll Colditz zufolge helfen, diesen Bedarf zu stillen. Demnach wollen die Spielfreu(n)de nicht nur Theaterstücke aufführen, sondern auch Workshops anbieten und Gastspielreisen ermöglichen.

Die Gruppe soll sich durch eine "sehr persönliche" Atmosphäre auszeichnen. So setzt der Verein auch auf den Rückhalt der Eltern. Colditz nennt ein Beispiel: Geht es darum Requisiten wie Stühle oder Tische zu beschaffen, würden auch durchaus mal Möbel vom Dachboden der Familien herhalten.

Auch für die Stadt könnte die Neuaufteilung der Stollberger Theaterszene Konsequenzen haben (siehe Interview). Oberbürgermeister Marcel Schmidt will den Westflügel im Hoheneck für rund 3 Millionen Euro umzubauen, damit sich das TPZ dort ab 2019 einmieten kann. Der Landkreis, so der ursprüngliche Plan, würde Geld beisteuern, wodurch der Anteil der Stadt auf 370.000 Euro schrumpft. Weil dieses Fördermodell aus rechtlichen Gründen nicht aufgeht, steht nun eine andere Lösung im Raum: Die Stadt könnte das TPZ vom Landkreis übernehmen -mit allen Folgekosten für Personal, Kostüme, Strom und Heizung. Eine Option, die einige Stadträte scharf kritisiert haben. Die Entscheidung steht noch aus. (mit Joe)

Quelle Bild: Jens Uhlig für Freie Presse

Quelle Text: https://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Nach-Burattino-Ausstieg-Ex-Regisseur-wagt-Neustart-artikel10094621.php [Stand: 03.03.2018]